Arabica ist die meistangebaute Kaffeeart der Welt mit feiner Säure und komplexen Aromen. Sie wächst in höheren Lagen und enthält weniger Koffein als Robusta.
Die meisten Spezialitätenkaffees bestehen ganz oder überwiegend aus Arabica.
Im Detail
Coffea arabica stammt aus den Hochländern Äthiopiens und stellt heute gut sechzig Prozent der Welternte. Die Pflanze mag Höhenlagen zwischen etwa 900 und 2000 Metern, wo langsame Reifung Zucker und Aromenvielfalt aufbaut, dafür ist sie empfindlich gegenüber Hitze, Frost und Krankheiten, was den Anbau aufwendig macht. Sensorisch reicht ihr Spektrum von floralen und zitrischen Noten äthiopischer Sorten bis zu Schokolade und Nuss aus Brasilien, getragen von einer feinen, lebendigen Säure. Der Koffeingehalt liegt etwa halb so hoch wie bei Robusta, die Crema fällt zarter aus. Innerhalb der Art existieren hunderte Varietäten von Bourbon bis Geisha, deren Namen in der Spezialitätenszene wie Rebsorten gehandelt werden, inklusive entsprechender Preisspannen.
Worauf es ankommt
Auf dem Event
Auf der Eventkarte steht Arabica für das Feine: Ein hundertprozentiger Arabica-Espresso schmeichelt in Milchgetränken und erlaubt am Tresen Geschichten über Herkunft und Lage, die interessierte Gäste lieben. Für Events mit Filterkaffee-Station sind sortenreine Arabicas ohnehin gesetzt, dort zeigen sie ihre ganze aromatische Bandbreite.
Häufige Fragen zu Arabica
Ist 100 Prozent Arabica automatisch ein Qualitätssiegel?
Nein, auch Arabica gibt es in mäßig. Die Angabe beschreibt die Art, nicht die Güte, entscheidend sind Anbau, Aufbereitung und Röstung.
Warum ist Arabica teurer als Robusta?
Anspruchsvoller Anbau in Höhenlagen, geringere Erträge und höhere Ausfallrisiken treiben die Kosten, Qualität und Nachfrage den Preis.
Kurz gefasst: Arabica ist die feinsinnige Hälfte der Kaffeewelt: aufwendig im Anbau, reich im Aroma und das Rückgrat fast aller Spezialitätenkaffees.