HACCP ist das verpflichtende Eigenkontrollsystem für Lebensmittelhygiene, auch im mobilen Einsatz.
Kühlketten, saubere Arbeitsflächen und dokumentierte Abläufe gehören beim Event-Catering zum Standard.
Im Detail
Das Kürzel steht für Hazard Analysis and Critical Control Points, ein aus der Raumfahrt stammendes Präventionssystem, das in der EU für jeden Lebensmittelbetrieb verpflichtend ist, mobil wie stationär. Der Kern ist Systematik statt Stichprobe, Risiken werden vorab identifiziert, kritische Punkte definiert, etwa Kühltemperaturen für Milch und Pürees, und mit Grenzwerten, Kontrollen und Dokumentation abgesichert. Für den Eventbetrieb heißt das konkret, geschlossene Kühlketten vom Lager bis zur Location, Temperaturkontrollen mit Protokoll, getrennte Bereiche für Reines und Gebrauchtes, Handhygiene-Ausstattung fernab jeder Wasserleitung und geschultes Personal mit Belehrung nach Infektionsschutzgesetz. Gäste sehen davon idealerweise nichts, genau das ist der Beweis, dass es funktioniert.
Worauf es ankommt
Auf dem Event
Auch für eine mobile Getränkebar gilt HACCP: Kühlkette, Temperaturkontrolle, Dokumentation und getrennte Zonen am Tresen gehören dazu. Für Gastgeber lohnt die Frage danach, denn Locations und Firmenkunden fordern Nachweise zunehmend ein.
Häufige Fragen zu Hygiene (HACCP)
Gilt HACCP auch für eine Bar ohne Küche?
Ja, wer Lebensmittel in Verkehr bringt, unterliegt dem System, Milch und Pürees genügen dafür. Der Umfang skaliert mit dem Risiko des Angebots.
Dürfen Gastgeber die Hygienedokumentation einsehen?
Fragen Sie danach, professionelle Anbieter empfinden die Frage als Kompliment, nicht als Misstrauen.
Kurz gefasst: HACCP ist die unsichtbare Qualitätsschicht des Caterings: systematische Prävention mit Protokoll, die man dem Fest nicht ansieht, deren Fehlen man aber nie riskieren möchte.