Entkoffeinierter Kaffee wird vor der Röstung schonend vom Koffein befreit, moderne Verfahren erhalten dabei das Aroma weitgehend.
Auf Wunsch gehört ein Decaf zur Eventkarte, damit auch am Abend niemand verzichten muss.
Im Detail
Die Entkoffeinierung passiert am grünen Rohkaffee: Beim Schweizer-Wasser-Prozess wandert das Koffein über Sättigungsgleichgewichte ins Wasser und bleibt an Aktivkohle hängen, ganz ohne Lösungsmittel, beim CO2-Verfahren löst überkritisches Kohlendioxid selektiv das Koffein und schont die Aromastoffe. EU-Recht verlangt weniger als 0,1 Prozent Restkoffein, praktisch bleiben pro Tasse wenige Milligramm. Der schlechte Ruf früherer Jahrzehnte stammt aus Zeiten grober Chemieverfahren und minderer Bohnen, heutige Spezialitäten-Decafs bestehen im Blindtest erstaunlich oft. Für Röster bleibt die Bohne anspruchsvoll, sie röstet dunkler und schneller, gute Häuser führen deshalb eigene Decaf-Profile. Wer abends Cappuccino liebt, bekommt damit die volle Erfahrung, nur ohne die wache Nacht.
Worauf es ankommt
Auf dem Event
Auf Abendveranstaltungen ist der Decaf das leise Serviceplus: Nach dem Dinner bestellt ein erstaunlicher Teil der Gäste den Cappuccino nur, wenn er die Nachtruhe nicht kostet. Die Bar hält dafür eine zweite Mühle oder gemahlene Portionen bereit, ein Handgriff mehr, der sich in dankbaren Gesichtern auszahlt.
Passend dazu: Coffee Bar mit entkoffeiniertem Espresso
Häufige Fragen zu Entkoffeinierter Kaffee
Ist Decaf komplett koffeinfrei?
Nicht ganz, wenige Milligramm pro Tasse bleiben. Für die allermeisten Menschen ist das schlaftechnisch bedeutungslos.
Schmeckt entkoffeinierter Kaffee schlechter?
Gute moderne Decafs kaum noch, die Verfahren schonen die Aromen. Der Ruf stammt aus einer Zeit, die vorbei ist.
Kurz gefasst: Entkoffeinierter Kaffee ist längst kein Kompromiss mehr: schonend verarbeitet liefert er volles Aroma für den späten Abend, und eine gute Eventbar hat ihn selbstverständlich dabei.